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Netzhaut


Sehschule
Augendruckmessung
Spaltlampenuntersuchung

Augenhintergrunduntersuchung


Augenhintergrunduntersuchung:

Kein Bild ohne Hintergrund. Nicht nur der vordere Augenabschnitt ist zu sehen, sondern durch die Pupille ist auch der Augenhintergrund (Fundus) mit der Netzhaut, die die Sinneszellen enthält, dem Sehnervenkopf, den Blutgefäßen und dem gelben Fleck (Makula) zu betrachten.

Dafür wird der Augenspiegel oder eine Stirnlampe mit Lupe (indirekte Ophthalmoskopie), bzw. Kontaktglas zur Hilfe genommen. Man kann sich das etwa so vorstellen: Wie die Augen einer Katze im Scheinwerferlicht glühen, so wirft auch die Rückwand des menschlichen Auges eingestrahltes Licht zurück (rote Augen beim Fotografieren). Der Augenspiegel leuchtet entsprechend mit einem kleinen Lichtkegel die rückwärtige Netzhaut aus. Durch eine Lupe können wir dann bei der Untersuchung die Netzhaut hell und deutlich erkennen. Die Funktion der Netzhaut ist vergleichbar mit der Rolle des Films in der Fotografie. Ziel der optischen Projektion sind die lichtempfindlichen Sinneszellen. Da sie sehr hochentwickelt ist, ist die Netzhaut auch besonders anfällig für Schäden. Diese können durch die Augenhintergrunduntersuchung von uns festgestellt werden:

Häufig sind es Allgemeinerkrankungen, wie der zu hohe Blutdruck, der die Blutgefäße der Netzhaut schädigt.

Auch bei länger bestehendem Diabetes (Zuckerkrankheit) verändern sich die Blutgefäße, sie werden brüchig oder verschließen sich. Als Folge kommt es an der Netzhaut zu Blutungen, Gefäßneubildungen, mangelhaft durchbluteten Bereichen bis hin zu Netzhautablösungen im Endstadium. Durch regelmäßige Kontrollen, die wir in unserer Praxis durchführen, kann rechtzeitig eine Lasertherapie durchgeführt werden, um ein Fortschreiten zu verhindern.

Im höheren Alter werden Verzerrungen, fehlende Buchstaben oder ein dunkler Fleck wahrgenommen.

Die Ursache besteht in einer Funktionsstörung der Makula (gelber Fleck/ Sehzentrum) dh. dem Bereich der Sinneszellen, die beim Fixieren eines Gegenstandes gebraucht werden, und die Bildmitte darstellen. Die Struktur der Netzhaut verändert sich und kann ihre Funktion nicht mehr aufrechterhalten.

 

Es wird zwischen feuchter und trockener Makuladegeneration unterschieden, wobei es sich um unterschiedliche Stadien handelt.

Viele Behandlungsversuche werden diskutiert. Die Injektion von Lucentis oder Avastin in den Glaskörper ist ein aktuelles Verfahren. Leider beschränkt sich die Anwendung auf eine bestimmte, akute Form der Makuladegeneration und muss mehrmals wiederholt werden. Netzhautoperationen mit Entfernung von Membranen, Blutungen sowie die Rotation der Netzhaut sind weitere Möglichkeiten. Durch konventionelle Lasertherapie wird versucht das Fortschreiten aufzuhalten.

Was die Prognose betrifft ist die Tatsache wichtig, dass die Sinneszellen der Netzhautperipherie nicht betroffen sind und daher das orientierende Umgebungssehen erhalten bleibt und man nicht erblindet. Um den verbleibenden Sehrest optimal zu nutzen, werden vergrößernde Sehhilfen angepasst.

Die Netzhaut besteht aus mehreren Schichten. Reißt die Netzhaut ein, fließt Flüssigkeit aus dem Augeninneren zwischen die Netzhautblätter, und es entsteht eine Netzhautablösung. Hinweise auf eine Netzhautablösung können Blitze, Russregen und eine schwarze Wand sein. Bei der Augenhintergrunduntersuchung können wir frühzeitig Veränderungen die zu einer Netzhautablösung führen können feststellen und behandeln. Besonders gefährdet sind kurzsichtige Patienten.

 
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